Red Faction
Entwickler: Volition, Inc.
Verleger: THQ, ASH (Mac-Umsetzung)
Publikation: Deutschland 20. Februar 2002
USA 22. Mai 2001
Plattform(en): PC (Windows),
Mac (Mac OS, Mac OS X)
PS2
N-Gage
Mobiltelefon
Genre: Egoshooter
Spielmodi: Singleplayer, Multiplayer
Steuerung: Tastatur, Maus
Medien: 2 PC-CDs, 2 Mac-CDs
Sprache: Englisch,
Deutsch
(Bildschirmtext: Deutsch)
Aktuelle Version: 1.2
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 16+

 

USK:
USK ab 18

 

Information: Aktuelle Version: 1.2

    

Red Faction

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Computerspiel Red Faction (engl. für "rote Splittergruppe") ist ein Ego-Shooter, der von der Firma Volition, Inc. entwickelt und von THQ im Jahr 2001 veröffentlicht wurde. Der Nachfolger Red Faction 2 kam ein Jahr später auf den Markt. Im Februar 2008 hat THQ den dritten Teil Red Faction: Guerrilla für Playstation 3, Xbox 360 und Windows-PCs angekündigt, das Juni 2009 erschienen ist. 

Das Logo des Spieles, das gleichzeitig das Symbol der Widerstandsgruppe Red Faction ist, zeigt eine erhobene Faust, die einen Bergarbeiter-Pickel umgreift. Das Logo des zweiten Teils zeigt eine ähnlich gestaltete Faust mit zerrissenen Ketten. In Teil Drei hat die Faust einen Hammer in der Hand.

Red Faction war das erste Spiel, in dem man mit Hilfe seiner Waffen seine Umgebung beeinflussen kann. So ist es zum Beispiel möglich eine Tür entweder mit einem Schlüssel zu öffnen, oder die Wand daneben wegzusprengen.

Handlung 

Die Handlung spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Die Firma Ultor Corporation besitzt alle Abbaurechte für den Mars, der nach dem Rohstoffmangel auf der Erde nun ausgebeutet wird. Ultor lockt mit der Aussicht auf schnelle Verdienstmöglichkeiten junge Leute als Minenarbeiter auf den Planeten. Doch die Zustände vor Ort sind menschenunwürdig: Die Arbeiter müssen in engen Quartieren hausen und bei der Arbeit stehen Gewalteinwirkung und Erniedrigung durch die Wachen auf der Tagesordnung. Hinzu kommt eine mysteriöse Seuche, die einen Minenarbeiter nach dem anderen tötet. Als der junge Parker eines Tages Zeuge wird, wie ein Arbeiter willkürlich erschossen wird, tritt er der Widerstandsgruppe "Red Faction" bei und wird zu einem der wichtigsten Rebellen gegen Ultor. Das Spiel endet schließlich damit, dass die Streitkräfte der Erde die Anlage einnehmen und den Arbeitern die Rückkehr auf die Erde möglich ist.

Charaktere 

Parker: Der Hauptcharakter im Spiel ist der Minenarbeiter Parker, den man selbst spielt. Parker kam auf den Mars, weil er nicht – wie von seinen Eltern gewünscht – nach Harvard gehen, sondern Abenteuer erleben wollte. Er bewarb sich als Minenarbeiter bei der Ultor Corporation, musste jedoch nach seiner Ankunft auf dem Mars schnell feststellen, dass die Zustände anders als gedacht waren. Als er eines Tages Zeuge wird, wie ein Minenarbeiter von einem Wachmann erschossen wird, setzt er sich mit einer erbeuteten Waffe zur Wehr, womit er die lange geplante Revolution der Red Faction in Gang setzt.

Hendrix: Hendrix ist Sicherheitschef von Ultor. Seine Eltern starben durch die auf dem Mars grassierende mysteriöse Seuche, und er gibt Ultor die Schuld an ihrem Tod, obwohl seine Eltern immer auf der Seite von Ultor waren und keine Kritik zuließen. So wurde er zu einem der wichtigsten Verbündeten der Red Faction. Er versorgt die Rebellen mit internen Informationen und ermöglicht den Zugang zu geschützten Bereichen. Dies ermöglichen ihm auch seine guten Hacker-Kenntnisse. Im Spiel trifft man Hendrix nur zweimal persönlich, aber er unterstützt einen die meiste Zeit über Funk. Er stirbt schließlich bei einer Aktion in einem von Ultors Shuttlehangars durch Söldnertruppen.

Eos: Eos ist die Anführerin und Gründerin der Red Faction. Auch sie verlor als Kind ihre Mutter wegen der Seuche und litt unter den menschenunwürdigen Zuständen in den Bergwerken.

Orion: Enger Vertrauter und Stellvertreter von Eos.

Dr. Axel Capek: Leiter der wissenschaftlichen Laboratorien von Ultor. Experimentiert mit der neuartigen Nanotechnologie herum, die er sowohl an Tieren und auch Menschen testet, was Auswirkungen auf deren DNA hat. Wie sich später herausstellt, sind seine Experimente auch für die Seuche verantwortlich. Capek hat seinen Körper an vielen Stellen mit Implantaten verbessert, so dass man ihn als Cyborg bezeichnen kann. Zudem ist es ihm gelungen, Energieschutzschilde zu entwickeln. Capek wird jedoch schließlich in seinen Laboratorien von Parker getötet.

Davis: Administrator der Ultor-Minen, wurde von Parker bei dem Versuch, den stellvertretenden Administrator von Ultor zu kidnappen, getötet.

Richard Gryphon: Stellvertretender Administrator. Als einer der wenigen integren Führungspersonen von Ultor kooperiert er später mit der Red Faction und übergibt ihnen Informationen über die von Capek geschaffene Seuche.

Masako: Anführerin der Söldnertruppen, die von Capek angefordert wurden. Auch sie stirbt im Kampf mit Parker.

Technik 

Erstmals wurde hier die neuartige GeoMod-Technologie angewandt, mit der es möglich ist, große Teile der Umgebung zu zerstören. In der Entwicklungszeit warb Volition mit den neuen Möglichkeiten dieser Technologie. So sollte es dem Spieler beispielsweise offenstehen, für eine verschlossene Tür einen Schlüssel zu suchen oder sich mit Raketen selbst einen Weg freizusprengen. Da allerdings die Level trotzdem recht linear aufgebaut sind und somit doch letztendlich ein bestimmter Weg vorgegeben ist, wirkt sich die GeoMod-Technologie nicht besonders stark auf das Gameplay aus. Im Mehrspielermodus findet GeoMod jedoch häufiger taktische Anwendung. GeoMod stellt nicht wie andere Engines die Auswirkungen einer Explosion durch Ruß- und Trümmergrafiken dar, sondern kreiert vormodellierte Aushöhlungstrukturen. Die Engine stellt zuerst die unbeschädigte Geometrie dar und schneidet daraus nach der erfolgten Explosion die entsprechende vorgefertigte mesh heraus. 

Eine weitere Besonderheit des Spiels war die Einbindung von verschiedenen Fahrzeugen, die der Spieler im Verlauf des Spiels bei Bedarf benutzen konnte, darunter Geländewagen, U-Boote und Raumgleiter.

Freigabe

In Deutschland erhielt das Spiel trotz Zensuren am Inhalt nach §14 JuSchG von der USK keine Jugendfreigabe.
Das Spiel wurde am 21. März 2003 indiziert und somit die Abgabe an unter 18-Jährige verboten.

 

 

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